Polynomdivision

By missgeschick

( Zerstückelung der Leidenschaften II)

Soll mich das Leiden doch schaffen – what°s so amazing about really deep thoughts? Ist es verboten ein Mann zu sein, oder ist die Besetzung der Polposition eine Frage der Geschlechter-Quote. Durch-ein-ander

Ich hätte gerne die Installationsanleitung und Treiber-Dateien für die Männer-Domäne, die mit den vielen Freiheiten und die ohne Klischees. Das macht das Denken leichter und das Leben langsamer. Leidenschaften.

Wenn ich liebe, dann wirklich, und wenn nur durch Worte, so will ich auch jede Vier-Personen-Worthülse nicht mit freien Sitzplätzen in den Kosmos befördern. Ich möchte die Inhaltslosigkeit gegen temporeduzierende Gewichte und Schätze tauschen, mich ent-täuschen und gleichzeitig die leeren Muschelhüllen der Illusionen an dem Ufer entlang weiterhin in meine Hosentaschen stecken, zu den gewaschenen Scherben der einstigen jugendlichen Luftschlösser, die an der Moral und an der Etikette zerschellten, sammeln um sie wieder zu verlieren. Hosentaschen sind für das Vergessene, ein quasi Filter, ein Rückhaltebecken für Telefonnummern, Konzertkarten etc. Vergessen werde ich sie ohnehin, denn es sind längst zu viele – Muschelhüllen. Darum lohnt es sich nicht im Einzelnen und nicht im Augenblick Sorgen zu machen. Es lohnt sich nicht. Sorgen verlangsamen das Leben nicht. Sie machen einen rastlos. Ich möchte nicht rastlos sein. Vielleicht nicht mehr. Tempo radiert Schönheit – ersatzlos. Man wetzt irgendwie ab, verbraucht sich und wird nachdenklich über etwas, was gar nicht mehr ist, vom Wesen her bereits tot. Das ist ansteckend: Dinge die ein nachdenklich stimmen und die längst vergangen sind infizieren einen mit ihrer Unlebendigkeit, es besteht die Gefahr sich selbst aufzuhängen.

Soll mich das Leiden schaffen? Ich schaffe das Leiden und darum die Leidenschaften in mein Leben. Worte helfen da nicht und über die Liebe zu schreiben amüsiert mehr, als dass sie meinen Kopf auseinander schmettern könnten. Konfusionen sind nur die Vorboten der Leidenschaften im Leben. Konzentriert man die ausgeworfenen Netze der Konfusion und das Durch-ein-ander, gibt es einen Punkt, zwar einen Knotenpunkt, aber der steht für etwas Festes. Letztenendes vertreiben Worte einem nur die Ungeduld vor dem was kommen mag. Sie bringen einem mehr Durcheinander, als es Menschen manchmal könnten.

Ich freue mich darauf – geduldig, dafür weniger rastlos. Dann kann man sogar genießen, ganz ohne Sorgen, für eine Weile – irgendwann braucht man sie wieder, die Sorgen, zum Menschsein mindestens.

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