Homosexualität stürzt Westerwelle?

Das er eine grobe Haut hat, dafür kann Guido Westerwelle (FDP) so wenig wie für seine sexuelle Orientierung. Das Westerwelle nun über die Ausrichtung seiner Sexualität stürzen soll, mag man ihm gar nicht gönnen. Das berichtet die WAZ auf ihrem online-Portal derWesten. Verzeiht der deutsche Spießer nur den erfolgreichen Schwulen ihre Neigung oder was hat das bürgerliche Stilempfinden verletzt, dass Westerwelle auf Liebesentzug gesetzt wird, fragt der Kommentator. Letztlich bezieht man sich auf einen Beitrag des Literaturkritikers Fritz J. Raddatz für das Magazin Focus. Der schreibt aber auch, man kann es erschnuppern, beweisen kann man es nicht.

Die taz schreibt einen Tag später vom Schwulen Sinkflug des FDP-Vorsitzenden. Doch ist taz-Autor Elmar Kraushaar weniger der Ansicht, es sei die Homosexualität Westerwelles die ihn stürzen ließe, als eher sein Mangel an Glaubwürdigkeit. Der ehemalige Hamburger Bürgermeister von Beust und sein Berliner Amtskollege Wowereit hätten ihm was voraus gehabt. Mag sein. Ein ehrlicher authentischer Schwuler sei er nie gewesen. Vielleicht. Gays against Guido, von einem Berliner Künstler initiiert, sei in der Metropole ein Erfolg gewesen und gleichermaßen ein Zeugnis – wenn selbst seine Brüder ihn ablehnten. Ach Gott. Sind wir Menschen nicht alle ein bisschen diffamierend?

Im Rückblick wissen es jetzt viele, nicht etwa weshalb Guido diesen unglaublichen Aufstieg der FDP hinlegte, Erfolg hatte, sondern warum der nun abbrach. Was interessiert mich eigentlich Guido Westerwelle und die Menschen die über ihn reden?

1 comment
  1. der Kommentar im Westen endet wie folgt:

    “Fazit: Nicht Westerwelles Schwulsein an sich, sondern das Schwulsein als integrativer Bestandteil eines insgesamt exzessiven Politikstils, das ist Westerwelles Problem. Die Schlussfolgerung ist wichtig: Westerwelle wird nicht gestürzt, er stürzt sich selbst.”

    Und so ist es auch, Westerwelle ist Eitel,Machtsüchtig und unterscheidet sich in keiner Weise von gewissen italienischen Machos, die ihren “Gespielinnen” Ministerposten oder Jobs zuschustern.
    Der Versuch hier wieder eine angebliche Benachteiligung und Diskriminierung Homosexueller aufzubauen ist abwegig und dient der Protektion.
    Warum fordert Mann nicht gleich eine Homoquote.

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