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Stories from Gayromeo

Was hier zählt ist Dein Körper. Nur Dein Körper. Ist der unförmig, zählt Dein Alter hier umso mehr – natürlich nur unter denen, deren Muskeln denken können und die sich ihren Intellekt in die Haare schmieren.

READ THIS: The Everyday Sexual Madness

Alles was Dich hier auszeichnet, ist erfahrungsgemäß etwas unwichtiger als alles was Dich temporär gut aussehen lässt – Muskeln sind hier goldiges Anlagekapital. Eine gute Frisur, geföhnt im Trend, ein herausragender Duft stehen solide im Kurs, modern ist auch eine Geringschätzung von Romantik, Gesprächsführung und Komplexität in jedem Sinne. Was ich hier gerade fabriziere ist darum mein »Tod« in vielen Zirkeln.

Bist Du hier einmal »gestorben«, geächtet oder wirst von den Dir Liebsten plötzlich missachtet, schaff Dir entweder ein Zweit- oder sollte es schon so weit sein, ein Dritt-Profil an (anstrengend) oder wähle die einfache Variante: setze Dich mit einem neuen Profilbild in gekonnt sexueller Pose mit Sonnenbrille oder Cap in neue Szene. Du wirst nicht glauben wie schnell Du wieder »in« bist. Keine Sorge. Hier ist alles berechenbar. Mit einer gewissen Methodik muss hier keiner traurig bleiben und bekommt was er braucht – in der Regel ist das weniger Sex als viel mehr einfache Aufmerksamkeit. Ehrlich.

Grundsätzlich aber denke bitte nicht zu viel (und strahle das auch nicht aus!), pose mehr, lern Körperdisziplin, mach Sport und Diät und verstehe das als mittelfristige Investition in den bisherigen Mangel an kurzfristigem Glück in Deinem Leben, insbesondere aber bist am Ende Du die Investition für Mängel anderer Leben. Zumindest wenn Du nicht ein bisschen aufpasst. Denn man ist hier bindungsfreudig, bindet sich hier nur allzu gern aus Einsamkeit, von der man sich fälschlicherweise mit Zweisamkeit zu lösen glaubt. Böser Fehler.

Mit der sexuellen Ausbeute hat das bisher noch nichts zu tun. Dafür benötigst Du zusätzlich zu den Muskeln, guter Haut und einem Lächeln auf Deinem Gesicht, mehr Dreistigkeit (sexy) oder – je nach dem – soziales Kapital (kann außerordentlich erotisch sein). Das Du einen Mann aktiv u-n-d passiv bespielen kannst, ist selbstverständlich Voraussetzung.

Bilder, mein Lieber, die sind hier wie eine saftige XL-Eichel Standard den Du von Haus aus mitzubringen hast. Solltest Du außerdem ohne Vorsaft daherkommen, dann lerne bitte einen unauffälligen Umgang mit Deiner Spucke. Sonst schmerzen die Begegnungen nicht nur im Kopf.

Profilangaben kannst Du an und für sich frei angeben. Die Richtigkeit hinterfragt Muskelnuss und Gel Gelee erst im letzten Moment. Angaben zu Fetischen gelten hier nur der Suchmaschinenoptimierung. Ich persönlich spare immer nur die aus, die ich noch nicht verstehe. Insgesamt besteht also keine Notwendigkeit, hier preiszugeben was der Wahrheit entspricht.

“keinaber”

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365 Tage sind wir schwul. Ohne Feinkost, mit unregelmäßigem Content, ohne Gewinnspiele und trotz ohne PR-Verarsche in Form von Werbeinhalten zählen wir täglich mehr Leser. Ob die alle schwul sind, das bezweifeln wir. Aber was suchten die Menschen die auf unsere Seite gelangten? Die Antwort liegt offen: Dank Suchbegriffsstatistik, die jedem Webseitenbetreiber klare Aussagen darüber gibt, welche Suchanfragen (im Folgenden in kursiv geschrieben) die Leser auf die Website führten. 11 Zeichen brachten uns in 2010 die meisten User > gayromeo.de.

Die Statistik erzählt weit mehr: beispielsweise dass sich unter unseren Lesern aktive gayromeo-User befinden und dieselben sich offensichtlich mit klassischen Single-Börsen Problemen herumschlagen müssen zu denen sie aber nach Lösungen suchen. Das findet in der Statistik unserer Website Widerhall in Form entsprechender Suchbegriffe: gayromeo faker, faker gayromeo, date oder fake, faker bei gayromeo. In Wahrheit sind wir ja alle ein Fake.

Das Netz – ein Beratungsinstrument: Ein Topthema scheint die Suche nach Lösung für den Klassiker aller Beziehungsprobleme: [die] unbefriedigende Beziehung. Einige werden da gar absolut und wünschten sich ihre Beziehungen [zu] beenden, suchen aber noch nach Gründe[n].

Natürlich führen Suchanfragen nur deshalb zu uns, da wir – wenn auch nicht immer nur die Antworten auf Fragen zumindest entsprechende Inhalte bieten. Das wir einst ein Goethe Zitat nutzten (Sags ihm: er kann mich im Arsch lecken. > Goethe / Götz von Berlichingen) führte nach einer Weile zu einer ganz neuen Welle von (potenziellen) Lesern, gar heterosexuellen Lesern, deren Suchabfragen aber auf nur Eines abzielten: arschlecken. Die Virtuosität der Suchenden beim Finden der richtigen Schlagwörter für eine erfolgreiche Suche im Internet trifft hier mehr denn je ins sprichwörtliche (und lesenswerte) Schwarze: rosettenlecken, gay rosetten, wie tut man arschlecken?, arschlecken schwul, gay arsch lecken, kannst du mich mal am arsch lecken weihnachten, gay will arsch lecken, lecken sich schwule am arsch, schwul arsch lecken, ist arsch lecken schwul, schwules arschlecken, wie muss man lecken, arsch lecken gay, schwul arsch lecken, schwule beim arschlecken, behaarte weiße Ärsche lecken, arschlock lecken, arsch fickbolzen lecken schwul, alte ärsche lecken (Heteros), männer bi ficken (Heteros), arschlecken mann, ich suche ein mann das will mich lecken, treff zum arschlecken sex (Heteros), popolecken gay, kerbe lecken, goethe leck mich, goethe arsch oder auch schön: mädchen fickt esel auf wiese in den arsch.

Auswertung wird fortgesetzt.

Begehren, Zärtlichkeit, süße Penetration aller Sinne. Zu abstrakt? Einen schönen Schwanz lutschen, geblasen werden, tolle Hände spüren, hübsche Füße küssen, selber dasselbe erfahren. Der Arsch, der Kinn und der Adamsapfel, die Hände in den Haaren, zwischen den Schenkeln, Einhalt gewähren, erzwingen, dagegenhalten, sich blindlings hingeben, schmecken … da gibt es so viel mehr zu erleben das einen auf die Reise schickt. Vielleicht in die Richtung, in die es sich gut anfühlt.

Ich möchte tun, was alle hier tun: Ich will permanent online sein und behaupten, ich hätte ein glückliches Leben. Ich will sagen, dass ich die große Liebe suche, aber gleichzeitig jedes Sexprofil anklicken und um Dates betteln. Ich will mindestens ein Mal im Monat Tripper, Herpes, Syphilis oder Schließmuskelprobleme bekommen, Hauptsache ich lasse nichts aus. Ich will trotz meiner vielen Szenefreunde allein vor den Problemen des Alltags stehen, zur Ablenkung Pornos gucken und dabei wichsen, bis nur noch durchsichtige Plörre kommt. Ich will mit immer neuen Pics den Verwesungsprozess meines Körpers aufhalten und möchte meine Fresse auf jeder Party in jede Kamera halten, weil ich mir auf diese Weise wichtig und geliebt vorkomme. Ich will ficken, saufen, ficken, Scheiße labern, ficken, shoppen, ficken und Party machen, weil ich so die Welt verbessere.

Userprofiltext auf gayromeo.de

… auf gayromeo.de und seinen User-Profilen gesammelt von Blue Port für Einfaltspinsel:

NIVEAU ist keine Hautcreme! | Je kleiner das Denkvermögen umso größer der Reichtum an Ahnungslosigkeit. | Etwas weniger Maske, etwas mehr Programm. Das wär’ fein. | Bis Du den Richtigen triffst – nimm mich! | Besucher machen immer Freude, wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen. | Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen. | Nein, Schatz, Du bist nicht dumm. Du bist sogar sehr hübsch! | Ist man einmal verrückt, ist alles einfach. Aber wie schwer ist der Weg dahin?! | Bei leichten Depressionen hilft ein Bad mit ätherischen Ölen … Bei schweren Depressionen hilft ein Bad mit Fön. | Schreib dich nicht ab – Lern denken! | Selber denken ist mir viel zu primitiv. | Schicksal ist nie eine Frage der Chance sondern eine Frage der Wahl. | Brauche grad mal ne Entlastungsbohrung … | Nur noch was da hängt! | Ich finde, dass diese Headlines gar nicht so wichtig sind. Die wenigsten kommen dazu, sie von Anfang bis Ende durchzulesen. | Erschiessen und ausstopfen oder heiraten! | Durch die Augen siehst Du, ob das Herz zuhause ist. | Nicht die Länge, sondern die Eingängigkeit der Headline hat den entscheidenden Einfluss auf den Erfolg des Profils. | Ey, Du hast Kotze auf Deinem T-Shirt! … Ach nee, ist ja Ed Hardy. | Amor, gib mir Deinen verdammten Pfeil … ich mach den scheiß jetzt selbst! | Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen! | Es liegt eben in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln. | Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns. | Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns. | Ich habe zwar nicht die Lösung, aber ich bewundere Dein Problem. |

Nimm Teil an irgendeiner furchtbaren Umfrage auf Blue Port:

a ) Wenn im Bett nichts mehr läuft.

b) Wodurch User-Profile Interesse wecken.

Die Überschrift hätte besser lauten sollen: Angabeverfahren zur virtuellen Persönlichkeit. Manche User-Profile funktionieren besser als andere – sie sind nach Besuchszahlen erfolgreicher als die tausender Mitbewerber. Das hängt nicht nur vom Profilfoto und der Gewichtsangabe ab. Welche Profilangaben das Interesse von gayromeo-Usern wecken, das sagt und erfragt unten stehende Umfrage. [Es sind bis zu drei Nennungen und offene Antworten möglich.]

Umfrage Nr. 2 – Wenn im Bett nichts mehr läuft

Umfrage Nr. 1 – Ist gayromeo.de eine soziale Katastrophe oder die schönste Single-Börse der Welt?

Aus einem Userprofil auf gayromeo.de:

Am besten geht es dem Sex, wenn man nichts gegen ihn tut. Es ist ein Trieb, und alles Triebhafte hält sich von selbst. Wichtig ist also nicht, dass man etwas dafür tut, sondern dass man erkennt, was man dagegen tut, und damit aufhört. Man kann es mit dem Essen vergleichen: Sofern man sich keine Magersucht anerzogen hat, hat man regelmäßig Hunger und isst dann etwas.

Userprofil: links-im-park

Umfrage: Wenn im Bett nichts mehr läuft …

Blue Report fragte gayromeo-User, was gayromeo ist. Ein zeitfressendes Datinportal für den einsamen oder leidenden schwulen Mann der hier im Zweifelsfall seiner Partnerschaft entflieht, mit eigenen Regeln? Drogenähnlich wie ein Schwanz mit dem kaum einer umgehen kann? Das mag für einige, nicht aber für alle gelten. Das Portal ist gerade unter Usern viel umstritten. Auffällig ist jedoch unter denselben die häufig negative Bewertung der Website, die sie mitunter tagtäglich für ihre individuellen Interessen nutzen …

vanvitting: Ein Datingportal für homosexuelle Männer, die Ihren Hormonhaushalt nicht steuern können oder den einsamen schwulen Mann, der hier seine Heimat findet und lose Kontakte Freunde nennt. Und dann noch leidende Männer die es nicht schaffen Ihrer Beziehung zu entfliehen und hier drogenähnlich immer mal wieder Kontakt aufnehmen um die triste Realität zu vergessen.

Elbkerl: gayromeo ist die effektivste Zeitverbrennungsmaschine der Welt.

Rasselbande: gayromeo ist wie ein Schwanz. Manche können damit umgehen, andere nicht. Alternativ: ein Knast – man kann sich nicht aussuchen, mit wem man auf doch engstem Raum zusammengepfercht wird, hier herrschen eigene Regeln. Man kann hier nicht raus, auch bei guter Führung nicht. Alles voller Männer, aber fast keinen will man.

Pokemonranger: Gayromeo ist wie ein H&M-Katalog. Man blättert durch die Seiten und sucht sich das aus, was einem gefällt. Entweder man behält es oder man schickt es zurück. Manchmal jedoch, kann man zwischen tausenden von Klamotten, das eine kleine Accessoire finden, das zu einem passt.

Da wir niemanden denunzieren wollen, weder direkt noch indirekt wollen wir hier feststellen, dass jeder Faker real ist und wir alle faken. Daran wollen wir Sie, geneigter Leser, gerne bei Zeiten erinnern. Wir können niemandem vorwerfen, fahrlässig zu handeln, wenn wir dieselben Möglichkeiten nutzen wie er, um Befriedigung zu erlangen – denn wir alle faken dabei. Weniger oder mehr. Wer die Kunst nicht beherrscht, mag sie missbrauchen, missverstehen oder gar darauf verzichten und ehrlich sein. Auch das bringt weder mehr Einsamkeit noch mehr Geselligkeit. Ob wir faken oder nicht, das macht unterm Strich nichts aus. Erst wenn es die Beteiligten verbindet, macht es etwas aus. Aber das war ja klar.

Wir Faker sind in der Leidenschaft seriös, wir sind nachgedacht, vorsichtig, kontrolliert, wir sind umtriebig aber ungefährlich, unser Schein birgt mehr als alle der Menschheit bekannten Schätze. Nur versteht denn einer den Umgang mit ihnen, also auch mit uns? Wir suchen weiter, nach Dir, geneigter Leser.

Man kann unterscheiden zwischen Fakern, denen leider keine Kunst ihr Handwerk stärkt und aber auch solchen Fakern, die wie wir das digitale Theater schon zu lange konsumieren, als dass wir nicht wüssten, wie leicht es zu beherrschen, d.h. zu berechnen wäre oder ist.

Wir Faker wollen keine Langeweile aufkommen lassen und müssen darum stetig etwas inszenieren oder fordern jemanden heraus, es für uns zu tun – uns anfaken. Nur echt muss es wirken. Also den höchsten Anforderungen gegenüber bestehen können. Ahnen Sie, wie spannend Faken ist? Unendlich sind die Möglichkeiten die wir mit dem Faken realisieren.

Wir schwören Ihnen: sie faken schon! Wir alle Faken. Das ist das Lustige. Und was haben Sie erwartet? Das Sie etwas über Faker erfahren? Beobachten Sie sich selbst. Das ist sehr unterhaltsam und kurzweiliger. Sollten Sie aber ein bequemer Mensch sein, wie unsere bisherigen Leser, genießen Sie ein paar Zeilen schwulescheisse!

Achtung: Please be of age per your city state and country laws. View with care and Enjoy!

gayromeo.de ist eine virtuelle Liegewiese für die unterschiedlichsten Lustsegmente der alltäglich wiederkehrenden Bedürfnisse. Und nicht nur homosexueller – regelmäßig treffe ich auf meinen Recherchereisen durch jene Single-Börse die interessantesten Ehe-Männer, Väter – nicht das die unglücklich sind, eher neugierig.

An manchen Tagen findet man auf gayromeo.de alles, überwirft sich an anderen oder findet tagelang einfach nichts oder Schott. Nicht einmal eine niveauvolle Unterhaltung über die Fetisch-Artikel der Pornoindustrie. Ob als Single, wertkonservativer Beziehungsvollpfosten, Bi-Typen, Beziehungsinvalider oder anders Aufgestellter: jenes Kino ist ein buntes, nicht nur ein großes virtuelles Bierzelt für Sinneslüste. Wen man hier nicht alles kennen lernt – Stars und Sternschnuppen.

gayromeo.de ist ein Portal der Social-Mixed-Media-Möglichkeiten. Schöner, geiler und virtuoser als jede auf U- und S-Bahnsteigen offiziell beworbenen und in der Regel tödlich langweiligen Date- oder Flirt-Börsen. Frauen bekommen hier nur Eintritt, sobald sie sich n Schwanz anziehen (operativ wohlgemerkt). Deshalb ist man aber von den Tussis lange noch nicht befreit. Die werden hier insbesondere von den Anal-Bolickern mit High-Heel-Stimme ersetzt. Mein kleiner Tipp: im Chat als erstes nach dem Musikgeschmack fragen – der verrät alles. Oder nach dem zuletzt gelesenen Buchwerk. An dieser Stelle prasselt es schnell verhängnisvolle Antworten. Chat beendet.

gayromeo.de ist eine – im Vergleich mit anderen Single-Börsen – hochkultivierte Form der virtuell-geistigen Befriedigung sexueller Fantasien oder Bedürfnisse, mit der richtigen Mische aus Moral und Vulgarität (in dieser Mische liegt das Bildnis unserer Hochkultur in diesem Portal begraben). Sei also unverkrampft – Schwule lieben das!

gayromeo.de bietet vom vulgär belichteten Arschlecken bis zur puritanischen Zensursula, die ihren Kopf grundsätzlich vorab von den ins Profil gestellten Bildmaterialien zu ihrem Körper entfernt, jedes menschenhafte Gesellschaftsspiel. Hier gibt es Posen für jede Entrüstung, offene Beziehungen, Monogamie und das dazugehörige Füllhorn an Sucht und Frust versprechenden Angeboten. Und darum immer auch vieles zum Lachen. Wer möchte dem widerstehen?! gayromeo.de ist ein Witz und dabei noch sexuell. Wer hier lachen kann wird postwendend befriedigt.

gayromeo.de ist herlich harmlos, ist pornografische Romantik, die, einmal in das Visier der zwei eigenen Augäpfel geraten, an persönlichen Hausfriedensbruch grenzt – denkt man an den Spruch, ganz aus dem Häuschen zu geraten. Denn das kann man hier. gayromeo.de ist alles, nur nicht langweilig. Und dieses Portal ist ein suchtmachender eklatanter Zeitfresser. Man findet immer wen, immer was. Und wer nicht findet, der sucht süchtig geworden irgendwann unaufhörlich.

Date oder Fake ist hier eine Lieblingsfrage der nicht selten alltagsgelangweilten, der nicht selten angegeilten oder oft intellektuellen Wein trunkenden Surfer. Natürlich gibt es hier Bi- und Trizeps oder jene, die sich von ihnen fesseln lassen. Die blauen Seiten, wie gayromeo.de unter den Netzwerkteilnehmern genannt wird, kommt mit genauso vielen Fake- wie Date-Profilen daher. gayromeo.de ist dennoch das Beste, dass der homosexuellen Szene Deutschlands und nicht nur der, passieren konnte. Unendliche Weiten, suchmaschinen-optimierte Profile, Online-Clubs, Kommunikation in Echtzeit. Auf gayromeo.de vermisst niemand twitter, facebook oder derartige Netzwerke. gayromeo.de hat alles. Ist alles.

Selbst das Entlarven der Faker auf gayromeo.de kann einem noch Freude bescheren. Wer es zu ernst nimmt, sich fern der Illusionen glaubt, dem bricht jeder Faker am Ende sein emotionales Genick, mit der Wahrheit – statt Single gibt es plötzlich den Partner, statt Profilbild, geklaut aus einer Fotostock-Agentur für Werbemodels das eigentliche Portraitfoto. Und auch der Rest handelt hier nicht von der bedingungslosen Liebe. Hier schneiden, scheiden oder unterscheiden sich die Geister – herrlicher Zirkus. Nirgends sonst verbindet Sexualität so viel Schicksal.

Auf gayromeo.de gibt es viele Indizien die einem auf der Suche nach dem Richtigen, dem Echten, dem Einzigen, bei Identifikation derselben Indizien die Suche, die Entscheidungsfindung und die Auswahl erleichtern. Der übrige Rest ist manchmal nur Arschlecken. Denn die schwulen stehen auf Arschlecken, man möchte das meinen, vielleicht weiß man es sogar, wiederum andere wollen es nicht glauben – Arsch lecken?! Oh mein Gott! Aber so ist das nunmal. Nicht nur Frauen beschäftigen sich mit den kleinen und großen Unterschieden, sind vulgär, sprechen über Blutschwänze, Fleischschwänze, über seine Potenz oder Impotenz, gehen fremd oder daten sich. Auch Männer tuen das. Und Schwule ebenso. Nicht nur Frauen flirten trotz Hässlichkeit, halten im hohen Alter Ausschau nach niederen Trieben und jungem Gemüse oder stehen aufs Arsch lecken. Nicht nur die.

Umfrage: Wenn im Bett nichts mehr läuft …

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Wahr und gut und schön: Kriminell sind die von denen wir das denken…

“Sags ihm: er kann mich im Arsch lecken.” [Goethe / Götz von Berlichingen]

Formfragen:

Kurzfristige Vergnügen sind den langfristigen voranzustellen. Eine Konfiguration von Einschränkungen vielleicht, sagt Mutter. Der Staat sagt, die Verfassung hat Vorrang vor dem einfachen Gesetz. Und das Moralische versteht sich immer von selbst. Aber man kann keine zwei Pferde mit einem Hintern reiten. Immer langsam voran. Stört es wenn ich rauche …

What am I supposed to do?

Stellen Sie sich das nur mal vor: jeder hätte das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt. Bislang waren es meistens Insekten oder Hunde, deren freier Entfaltung ich beiwohnte. Seltenst Menschen. Die habens aber in ihrer Verfassung stehen.

Do you, feel me? Do you do voodoo really?

Die technische Beweglichkeit meines Genital-Apparates, das vorweg, tut dabei, hierbei und für die Entfaltung nicht zur Sache, noch ob oder warum wenn eigentlich, ich die Pommes von Burger King denen von Mc Donalds, außer bei “G-WATCH” Hamburg Berlin oder “frag-würdige” den “verantwortungsbewussten” Existenzen vorziehe. Geschmackssache. Nichts anderes als im Grunde der Sache Berlauch, Curry und Koriander es auch sind. War es nicht gar auch Geschmackssache das Wasserstoffatom zu spalten? Privatfernsehen? Das über meine Geschmäcker erzähle ich, da ich es oben im Profil-Kopf nicht angeben kann. Finde ich im Vergleich nicht penetrant. Oben kann ich allenfalls angeben mit der Form meines Körpers
oder der Größe meines Erbstückes. Was unter dem Kopf rangiert muss darum größer sein, wenn es die Betäubung durch herkömmliche Back-Trieb-Mittel aufheben oder das Interesse wecken soll; überhaupt kann. Das Interesse gilt der Größe. Und ich will den Schweiß eines Edlen. Aber für alles Weitere schon mal vorweg (denn ich stell mich später ein zweites Mal hinter folgende Phrase:

“Wer unsere Anspielungen nicht begreift, den
leiten unsere Erklärungen nicht.”
[Ibn Mansur Al-Halladsch]

Who cares?

Es geht um die detailgetreue Überinvestition in eine hinterhältige Profil-Identität und weniger um meine Beziehungsfähig- oder -unfähigkeit. Denn die, weiß jeder halbwegs Vermittelbare, findet kein Ende in ihrer
Entwicklung. Darum nenne ich die meine Fähigkeit mangelhaft, Baustelle und zu erörtern. However – folge du mir und lass die Toten ihre Toten begraben. Für die lebhafte Fleischbank sozialer Bewegungen und
rassistischer Spitzen, die so oft ohne seelenhaften Glanz auskommt, meine unendliche Bewunderung. Ich kenne das faule Fleisch und die Kontrolleure. Ja, und neben faulem gibt es sehens-werten, gottgnädigen und wilden Braten zu schmecken – doch: lasst dies Herz alleine haben seine Wonne! Seine Inspiration, Sucht, aber auch Sehnsucht.

In bunten Bildern wenig Klarheit,
Viel Irrtum und ein Fünkchen
Wahrheit,
So wird der beste Trank gebraut,
Der alle Welt erquickt und
auferbaut.
[GOETHE]

Der Schwanz ist (ich würde das gern besser formulieren, doch mir fällt nur MOND ein …) wie der Mond am Mann (Verzeihung!). Er erstrahlt erst im Lichte seiner Sonne (“Wer unsere Anspielungen nicht begreift …”). Ob nun Blut- oder Fleischschwanz, die im Dunkeln sieht man nicht! Lässt die “XXL”-”M”-Etikette auf die schamanenhafte Leichtfüßigkeit seines Trägers, auf die literarische Fingerfertigkeit seiner Hände, auf seine
Haifischzähne oder echten Begierden Rückschlüsse führen? Ich frage mich das! Spricht es von der Aufmerksamkeit seiner Sinne, die Kerben seines Lebens, die Echtheit seiner Fassade, der Ausdauer seiner Leidenschaft, von der Feinheit seines Gaumens oder von dem Buch seiner Facetten? Und sei es nur zur Angabe für seine Fähigkeit zur Wahrnehmung schmerzfreier, feinmotorischer und vor allem kurzfristiger Befriedigung oder aber mag es darauf Hinweis geben ob die Stabilität meines Betriebssystems bei einer

Begegnung virenfrei wie auch generell unversehrt bleibt, trotz exorbitanten Geräts? Der Mond hat gewaltigen Einfluss auf unser Befinden schätze ich. Deutet die XL-Eichel nicht vielleicht schon auf die ovale Umlaufbahn, die er um seine Beute mit der immer selben Methodik bemüht ist zu ziehen? Wenn “XXL” die gesunde Distanz zu einem Fremden beschreibt, verstehe ich meine Aversion gegen “S”- oder “M”-Produkte. Nein, Bullshit!

“Niemand darf wegen [...] seiner Sprache [...] benachteiligt oder
bevorzugt werden.”
[Art.3, GG]

Was für ein japanischer Zierfisch von Mann mag das sein, der mir seinen virtuellen Bürzel in diesem Schnellrestaurant herrüberreicht, den an und für sich möglicherweise im Gesamtkontext seines Herrchens bemerkens-werten Schwanz, Voll-Arsch oder prallen Hodensack wie ein Schlachterbeil vor Augen, wie einen Strauß wässriger Tulpen unter die selben hält, bevor er mir seinen Namen, seine Intelligenz oder seine Anliegen verrät? Ick will Dir schlachten und ficken! Warum hier und nicht auf dem Kiez die Hose runter, in der Marktstraße den Hoden ins Champagnerglas gequetscht, Samstagnachmittags auf dem Rathhausmarkt wenigstens …? Dann wäre ich beeindruckt. Ein Blick in seine Augen, auf seine Hände, die ersten Worte, gewählte, reichen aus und ich weiß wo auf der Skala von M-XXL der Typ, seine Tage, mitunter auch der Stadtteil in dem er zu Hause ist einzuordnen sind. Houston, das ist doch kein Problem: einen Menschen von einem Menschen zu unterscheiden.

Can I get some, can I spit some, which one?

Ich kenne Hotelzimmer im trockenen Sommer Deutschlands, Nachts, im königsblauen Berlin, im hysterischen Hamburg, es ist Vollmond oder die Baumkronen über der Wiese werfen ihre Schatten gleichgültig kühl über das Geschehen der Kosmonauten, man kennt sich nicht oder weiß nur dass er auf
Deinen definierten Bauch abfährt, das er Musiker oder Schauspieler ist oder sein Studium nicht zum Ende bringt und sonst auch nicht weiß wohin er will, was ihn irgendwie verloren und so echt charmant wirken lässt. Deine maskuline Stimme verheizt seinen Verstand ohne das der aus Stroh gebaut sein muss, dass er Wein mag oder gar nicht trinkt, das erfährst Du kurz danach wenn nicht davor. Das er Skateboard fährt und besser als Du selber programmierst, dass er die Vernissage frühzeitig verließ um Dich zu treffen, dass er aufgeregt ist und versucht es zu überspielen, mit seinem Charme den er nutzt um die sich über alles auflehnende leidenschaftliche Ohnmacht zu stemmen sich aber doch verliert, trotz Alter, Reife, Weisheit,
trotz alle seiner lächerlichen Erfahrung im viel zu tiefen Leben. Man kennt sich nicht, nicht die grelle Atmosphäre, nicht seine Vergangenheit (das immer größte Risiko), die abenteuerliche Luft, nicht die fremde
Geilheit (nur die Poesie Deines eigenen Blutes), ist Single und angetrunken und die Lust reicht aus um es egal zu finden wer von beiden zuerst einen Orgasmus erleidet – der Fremde oder Du – Hauptsache anfassen
was da im warmen Schlüpfer an schon feuchtem Rohrzucker wartet. Du weißt nicht was er macht, als nächstes, oder Du, oder doch halt der Mann mit der unnachgiebigen Brust und woher sie kommen, die flüsternden Lippen, die Jahre nach Dir diese Welt erblickten oder vorher. Vielleicht ist er Grieche, jedenfalls besitzt er einen Akzent, seine Unterwäsche und die Kompositionen seiner Gestik, seines Parfum-Körpergeruchs stimmen und er bedankt sich am nächsten Tage per SMS inklusive der charmanten Tippfehler, dafür dass man ihn nach dem Sex nicht verlassen habe. Und wenn er kein Grieche ist, mag er Perser sein und Dir weder mit Erwartungen noch ketterauchend andersartig aber auch gekonnt ein Lächeln über das Kinn ritzen, hingebungsvoll wie der Orient oder einfach ein Berliner, zugezogener, frech, vollkommen unabhängig und ein Gespür nicht für Schnee, doch aber für neiderweckendes  Wohnungsambiente, das Weltall, die Natur oder einfach für Typographie oder aber er ist akademisch und dennoch nicht vorlaut. Einfach zwei Köpfe inmitten von Beton irgendwo in diesem jungen Land ohne Mut. Sie bedanken sich dafür per Sims – für das Gebliebensein und nicht für Dein Körper. Ich hatte keine Gründe zu gehen. Weil ich “danach”, einfach irgendwann zufrieden, müde, wenn nicht faul war. Na klar, kennt man oder auch nicht. Jeder kennt diese kleinen penetranten Insekten, die auf dem Finger sitzen und nicht fortfliegen. Aber das waren Männer, die einen Typen wie mich auf ihren Händen hielten, maskulin, sportlich, also aktiv im Leben oder je nach dem auch passiv, in jedem einzigen Fall geistreich, mit Stil symphatisch versaut, pornographisch einfach, ehrlich und extrem authentisch. Ich habe mich oft derweil auf die Sterne, die Stille über der Stadt, das Gezirpse der Grillen oder die Texte der Songs konzentrieren können. Irgendetwas gab es darin das meine Aufmerksamkeit unterdessen zerteilte … unterdessen alles seiner Natur treu war; die Flügel der Glühwürmchen rotierten unmerklich leise, die Parkanwohner schauten Fern und während in Baghdad täglich Menschen zu Dutzenden ihr Leben verloren, hielt man Monate den Schrecken davon ab, sich in London endlich zu legen.

Es gibt keinen Grund einen guten Menschen zu verlassen. “Gut” kann man fühlen. Dafür muss man kein Mädchen oder Chet Baker-Fan sein und auch nicht Truman Capote gelesen haben. Man muss auch keine Tunte dafür sein. Ich habe nichts gegen Tunten. Ich habe ja auch nichts gegen die RAF, das Schulterblatt, Berlin Mitte, die CDU, Douglas oder den Hamburger Senat. Man kann alles verstehen. Man darf aber zu allem eine Meinung besitzen – selbst zur Panorama-Bar. Durchaus kann ich Madonna genauso viel abgewinnen
wie den Beastie Boys, Fat Freddys Drop oder Henry Miller. Und gegen Mädchen habe ich genauso wenig wie gegen bisexuelle oder Transvestiten, die Engstirnigkeit der 68er, Ersatzbefriedigung, Parteibücher, Durchfall
oder schlechte Pistazien. Vielleicht habe ich eine Aversion gegen Knallfrösche, Sozial-Schwachmaten und “leichte” Jungen. Männer die immer noch Kinder sind, sind dem entgegen großartig. Das will ich nicht
verwechselt haben.

Do you, feel me? Do you do voodoo really?

Die Maxime lautet: Ich konsumiere, also bin ich. Aber die Frage lautet: Wer konsumiert? Und wer wird konsumiert? Und vor allem was? Was von mir wird konsumiert? Doch nur meine Darstellung hier. Sie ist allenfalls herausragend, weil hier mehr Worte stehen als das auf diesem Portal Standard ist. Aber das ist nicht mehr als seinen Finger durch die Kerze zu führen. Weil andere das nicht machen ist das noch nichts besonderes. Und? Jeder will was besonderes. Weil wir alle denken da draußen gibt es etwas besonderes. Das was man denkt ist nicht mehr als was man gelernt hat zu denken. Oder was man gelernt hat zu sehen. Die Konfiguration von Einschränkungen. Das zu wissen ist doch die ganze Freiheit, der lächerliche Trick sich im Leben zurechtzufinden. Photoshop und Fernsehen ist auch nur ein Trick. Der richtige Bildausschnitt ebenso. Ein Idiot muss zwangsläufig nicht sein, wer seinen kruden Schwanz auf zwei Millionen Pixel streut.

Man kennt vielleicht auch das: Du bist inna Beziehung, Dein Typ, die Liebe Deines Lebens – weil Du ihm n cooler Typ sein willst, hast Du kein Problem mit seinen Yahoo-Groups, seiner Unverbindlichkeit, seinen Flirts und wenn er sich sonst noch asozial verhält, spuckt, Klamotten vollspermt, denkste trotzdem an seine Kochkünste, seine faszinierenden der Menschheit an und für sich dienlichen mindestens aber unterhaltenden Ideen, die er möglicherweise niemals umsetzen wird, doch Du liebst und liebst ihn und
bist ihm treu und bist sturr wie ein Esel, nicht Willens Dich auf etwas anderes einzustellen, weil Du nicht glauben kannst, dass er Dich betrügt … Betrug ist so eine Sache. Es gehören immer irgendwie zwei dazu und
dann noch die jeweilige Lebens-Biographie – das wird wohl am häufigsten vergessen ist aber mit am wichtigsten. Verurteilung ist bullshit und zeugt von Behinderung. Tja, Leben tut manchmal weh. Das heißt aber nicht, dass man seine Konsequenzen nicht ziehen darf. Selber fremd gehen ist eine, seinen eigenen Weg weiter gehen, eine andere Konsequenz, die aber anstrengend ist, Mut erfordert und Unabhängigkeit und schlimmsten Falls einen Auszug. Sich später wieder verstehen, nach einer Phase des Hassens, ist noch eine andere Möglichkeit. Je nach Intelligenzgrad der Beteiligten mag es vorkommen, die ein-, zwei- oder siebenjährige Beziehung als Fehltritt zu verstehen – es wird nicht kommuniziert, nichts besprochen und
Du erhälst am Ende das Gefühl, dass Dir genau nur so etwas im Leben fehlte um das große Glück nun überhaupt erst entdecken zu können. Um es der Verständlichkeit halber auf den Punkt zu bringen: um hochwertiges Glück von billigem Unglück, Verpackung von genialem Inhalt trennen zu können, quasi für sich die preis–wertere Entscheidung zu treffen, bedarf es der Fähigkeit zu sehen. Ansonsten kann man längerfristig von der Vollausstattung im Leben weiter träumen. Oder daran glauben das man mit dem Zweiten tatsächlich mehr sieht, solange das Erste verschlossen ist.

Es gibt in der Tat Möglichkeiten. Und viele sind anscheinend überfordert damit. Sie glauben an Bilderbuchliebe oder daran dass es besser für Kinder ist, zu Weihnachten den Weihnachtsmann im roten Dresscode zu bestellen, ganz so wie ihn Coca Cola erfunden hat. Das Leben zeichnet sich durch seine Möglichkeiten und Veränderungen aus. Und andere Leben zeichnen sich dadurch aus, das sich nichts ändert und alles wiederholt. Ich glaube darum hängen einige an der Nadel, am Kokain, am Alkohol, andere am Sport, an gayromeo, an ihrer Karriere … jeder hält sich an irgend etwas fest.Bestenfalls an sich selbst, im ungünstigsten Falle an der Vergangenheit.

Aber dafür muss man sich in einem bewegten Leben finden können. Mir hilft Musik oder der Schlaf. Aber was ich meinte … manchmal ist es, als sei alles nicht genug. Oder alles was ist, ist zu wenig. Egal was Du gerade bist: Arschloch, Single, Verräter, Gedemütigter, Proll, Freund, Infizierter oder Ehemann.

“Noch sind sie gleich bereit, zu weinen
und zu lachen,
Sie ehren noch den Schwung, erfreuen
sich am Schein;
Wer fertig ist, dem ist nichts recht
zu machen;
Ein Werdender wird immer
dankbar sein.”
[Goethe; 7/I, Faust, Tragödie erster Teil]

Ich bin nicht für den Verzerr geeignet. Nicht hier. Das ist – habe ich überlegt – privat und die einzige lebenswerte Sünde der Welt – genannt “Liebe”. Ich habe Verständnis für Romantiker – diese Menschen, die immer versuchen der Liebe ein Gesicht zu zeichnen und die ganze Welt ist schon voller Phantombilder und jeder, bald jeder sucht nach ihr. Und ich habe Verständnis für diejenigen, denen jedes Wort zu viel ist. Aber nicht in Wahrheit.

Ich nehm’s nochmal …
“Wer unsere Anspielungen nicht begreift, den
leiten unsere Erklärungen nicht.”
[Ibn Mansur Al-Halladsch]

Ich bin für die Überraschungsmomente auf diesem Hinterhof. Wenn unerwartet eine geile, gut situierte Message im Posteingang einfährt. Um zwischen Arbeit oder Stunden des Lernens ohne physische Fortbewegung Unterhaltung zu genießen, ob gut, durchweg beschissen – ein gutes Buch ist selten. Das
geht. Sogar hier. Mit Natürlichkeit, Kraft, Sinnlichkeit, Rhythmus, Feuer… alles andere weckt die Vermutung es sei anorganisches Interesse an meiner Person, künstlich hochgezüchtete Bedürfnisse durch virtuelle

Reize die eigentlich nichts aussagen außer einfach die Konfiguration der Einschränkungen, das Interesse an kurzfristigen Vergnügungen, … bla, bla. Vielleicht ist es das Interesse an der Etikette “XL” in der”cut”- Edition, weil irgendjemand mal glaubhaft verkündet haben muss, dass es bei der Penetration der Prostata, auf die Packungsgröße ankomme, nicht auf die Herkunft und Verarbeitung. Damn! Das ist wie mit der “Liebe”. Alle haben Bilder im Kopf wie es sein muss und nicht sein darf. Oder es liegt in der Natur durchschnittlicher Lebens-Biographien sich nur vom Anschein wecken zu lassen und den Rest des Lebens betäubt zu vegitieren.

Sabotage

Mich interessieren keine Maßeinheiten, keine kontextfreien Details einer fremden Biographie. Und gerne frage ich, wenn ich meine ich bräuchte plötzlich eine Telefonnummer, ein Bild.

Hände in den Himmel und ansonsten viel virtuelle Hoffnung für euch da draußen. You can be rich or poor. Und klar, darum bin ich hier, weil es Fragen gibt, die ich mir nicht beantworten kann. Tut mir leid das ich
keine Hoffnung gestreut habe, ob ich gerade auf der Suche nach der großen Liebe bin oder anders herum nichts darüber verkündet oder preisgegeben habe. Aber die Neugierde ist ein schreckhaftes Kind und so wollte ich nicht zu Anbeginn erwähnen, das ich schon gefunden bin.

Ich wünsche weiterhin das Beste!

CRIMINALIZED

” But did you really wanna dabble in fanatical supernatural
lyrically radical milli minutes, I’m about to begin it
Can I get some, can I spit some, which one?
When am I gonna get off this trip?
Can I take another peel, why do I feel
like I’m a sick individual in the room, poppin off at the lip?
Do you, feel me? Do you do voodoo really?
Did you get it? Did you want a real epidemic?
Will you let me run up in it?
What’s the word; is it absurd? What is that isssh you heard?
Was it real, is it real, was it really real? “

[Tech N9ne]

“Dokumente auf den Titelblättern

Sie machen sich selbst zu Ikonen,

indem sie sich der Zeit “angepasst”,

scheinbar

alterslos in künstlichen Glänzen,

durch die Träume

von wohl vorgeformten,

Vorstellungen von den

“maßgeblichen” Prioritäten unserer “Welt”,

gehen.”

[M. Wunder]