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Tag Archives: Homosexualität

In the gay community, it seems that socks, feet and sneakers for a few … no, for lot of gays provide an unprecedented level of eroticism or exercise attraction in a sexual way. You do not believe me? Just rate what the most clicked link on our website represents? It is a tumblr blog about feet.

Well, there were more than just only some inquiries from gays in the previous years on my gay-dating-account on gayromeo.de, not just inquiries from gays, wether they are allowed to get on my feet, respectively on my socks. To kiss them, sniff the socks, my sneakers, to smell them, suck or take them in there mouth, to give the toes a massage by the tongue.

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What is this? Other guys were loving to deal with my pants, in the same way (I do) – but this, no one questions this. They love it to suck my dick through the underpants. Socks could have something in common with the appeal of mens underwear and the physical zones on mens body in general. You don’t think so?

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We all love the smell, the taste of men in general, aren’t we? Nobody say it would be strange to lick or kiss the testicles or dick of another. We love it, I guess. To taste them, to take them in our mouth. And please, don’t tell me, you have no fun by smell the odor, the flavour of a masculine peace of men. This is not pornographie and it isn’t a fetish but just only because we all love and do it? And if it seems so, that someone do something individual, like sniffing socks, licking feet, sucking toes, worshipping your feet, we call it (gay foot) fetish? Is that we call living (or thinking) in a box?

Do we know what we do, if we judge the things someone do in general, just only because we don’t like them? Do you like the (hairy) armpits of men? Sometimes full of sweat. Do you love to lick a dick or an asshole, smell other mens t-shirt? Some men prefer to love other mens socks, feet or sneakers, smell them. Some men do, get over it.

It doesn’t really fit for explanation to put all this kind of eroticism, of gay needs out of the ordinary lovething, that a man need and call it fetish, does it? They, who practice their obsessions, don’t think about fetishism. About “male foot fetish”. They sometimes may think about our conditional way of thinking, our moral or that we could be frightened to live our loving ways like we love to do it. Free your mind.

Don’t misunderstand – I don’t talk about things or practices that inflict pain on another or special interests like bare backing, a no-go. But poor is the man whose pleasures depends on a permission of another. Read without prejudice, if you can – and just think about. Some of us should begin (or stop) to judge the things (and the people) with this matter of course. Apart from that it can be much fun. Try it, let it happen! Than, there will be more experience and reasons to decide wether you like it or not.

Die Homo-Ehe in Deutschland beinhaltet mehr Pflichten als Rechte und deutet immer noch auf eine – von Gesetzeswegen her betrachtete – mangelnde Gleichstellung hin. So berichtet die Tageszeitung (taz) in ihrer Online-Ausgabe vom 29. Dezember 2011 und bezieht sich auf eine 50-seitige Auflistung der Bundesregierung als Antwort auf eine sogenannte große Anfrage der Grünen im Jahr 2010. In der Antwort der Bundesregierung werden alle Benachteiligungen gelistet – Adoptionsrecht, Vererbung, Einkommenssteuer, Ehegattensplitting etc. weisen nach wie vor eine offensichtliche Ungleichbehandlung aus. Die Bundesregierung verspricht Maßnahmen, jedoch nicht in allen Bereichen.

Margaret Cho is a professional comedian and known for putting things in her mouth, which others do not even have words for. She is a leader on stage. Her humor is brutal, honest and straight to the point, often political. Although their audience consist primarily of gay fans, she does like to talk about the stereotypes of gay men. She is a great observer regarding the everyday life. Have fun (and also have a look at the other selected comedians on the derailment).

Although their audience would consist primarily of gay fans, she does like about the stereotypes of gay fun.

Sexualität hat viele Bestandteile. Ein Bestandteil ist die sexuelle Orientierung. Die übrigen drei Teile aus denen sich unsere Sexualität zusammensetzt heißen biologisches Geschlecht. Geschlechtsidentität und Sozialgeschlechtsrolle. An dieser Stelle interessiert jedoch lediglich die sexuelle Orientierung. Denn die Frage ist, wie man schwul wird oder lesbisch.

Sexuelle Orientierungen gibt es drei: Homosexualität, Bisexualität und Heterosexualität. Sexuelle Orientierung ist nicht gleich sexuelles Verhalten. Denn die Orientierung muss sich nicht im Verhalten widerspiegeln. Der Wissenschaft bleibt bis heute verschlossen, wie sich sexuelle Orientierung entwickelt. Darum kursieren vielerlei Theorien über den Ursprung unserer jeweiligen Sexualität oder sexuellen Orientierung. Mitunter spricht man von genetischen Gründen, hormonellen Faktoren oder traumatischen Kindheitserfahrungen. Das biologische Prozesse, psychologische oder soziale Faktoren in früher Kindheit eine Rolle spielen, wird bisher nur vermutet. Frei wählbar oder veränderbar ist die sexuelle Orientierung nicht. Erfolglose Beispiele bezeugen das.

Glücklicherweise hat die Wissenschaft dennoch dazu beigetragen, die sexuelle Orientierung weder als emotionalen oder sozialen Problemfall, noch als Geisteskrankheit zu verstehen. Gleich welche Orientierung, Homo- oder Bisexualität gilt derzeit als n-o-r-m-a-l. Das bestätigen die letzten 35 Jahre Forschung. 1973 veranlasste die American Psychiatric Association die Streichung der Homosexualität aus dem Handbuch der Geisteskrankheiten. 1975 folgte die Bestätigung durch die American Psychological Association. Dass das einige Menschen oder auch Organisationen nicht wahrhaben möchten, ist eher ein Problem ideologischer Perspektiven. Für diese Menschen gibt es bei Bedarf Psychologen, Psychiater und Mediziner. Versuche der Veränderung einer sexuellen Orientierung gelten seit 1990 durch die American Psychological Association wissenschaftlich als unhaltbar.

Es g-i-b-t Psychologen oder Psychiater, die die sexuelle Orientierung von Klienten zu ändern versuchen. Doch der Versuch einer Veränderung der sexuellen Orientierung eines Menschen ist der versuch seine Emotionen zu ändern, sein Selbstkonzept und seine soziale Identität. Dieses Vorhaben wird von vielen Psychologen und Psychiatern inzwischen ethisch hinterfragt. Denn eine Eigenschaft die keine Geisteskrankheit ist, ändern zu wollen, erscheint ihnen moralisch schwer zu rechtfertigen.

Auch Kinder die bei homosexuellen Eltern aufwachsen sind Studien zufolge genauso intelligent, psychologisch und sozial anpassungsfähig, ebenso populär unter ihren Freunden, entwickeln herkömmliche soziale Geschlechterrollen und eine inidivduelle sexuelle Orientierung, genau wie Kinder aus heterosexuellen Elternhäusern. Auch hier fehlt jeder Unterschied. Und das homosexuelle Männer eher zu Kindesmisshandlungen neigen, scheint offensichtlich ein Vorurteil, das womöglich katholischen Winden entspringt.

Wichtig ist, dass Homosexuelle ihre Orientierung mitteilen können. Das dient schlicht weg ihrer geistigen Gesundheit. Das Coming Out ist dabei ein wichtiger Bestandteil und der Prozess psychologischer Anpassung. Je mehr eine homosexuelle Identität Anerkennung erfährt, desto eher erfährt sie geistige gesundheit und Selbstwertgefühl. Leider halten sich jedoch die Stereotypen und Vorurteile innerhalb der Gesellschaft oder lösen sich nur langsam in den Köpfen der Menschen auf. Weshalb das Coming Out für Homosexuelle oft unnötig schwer erscheint und dieselben große Angst empfinden von Familie, Freunden und anderen gemieden zu werden. Auch Diskriminierung und Gewalttätigkeit gegen Homosexuelle wird nach wie vor praktiziert. Da es sich um eine so genannte Minderheit handelt, erfährt man selten über herkömmliche Massenmedien davon. Alternativ empfehle ich Interessierten ein Google Altert zu entsprechenden Schlagworten einzurichten. Aber mehr als Lesen hilft uns praktisches Verhalten. Psychologen zufolge geht man davon aus, dass Vorurteile dort entstehen, wo der Kontakt zu entsprechenden Personen (Homosexuellen) nicht bewusst vorhanden ist. Das kennt man von Themen wie AIDS, Politiker (Die da oben.), Menschen mit Migrationshintergrund (Die sollen sich doch integrieren!), Obdachlosen (Penner!) oder unzähligen anderen Dingen, über die man Meinungen entwirft ohne auch nur eine Ahnung zu haben. Der erste Schritt wäre demnach Offenheit leben. Die Kontakte erschließen sich dann wie von selbst.

Quellen Text: cott.lsbk.ch

Quellen Bild

Oliver Bierhoff hat der Homophobie sein Gesicht geliehen. Das sagen die schwul-lesbischen Fußballfans. Angeblich europaweit. Bierhoff hatte sich ob eines ARD-Tatorts in der Öffentlichkeit geäußert, der manchem Spieler der Nationalmannschaft Homosexualität unterstellte. Oliver Bierhoff ist Nationalmannschaftsmanager und er ist seit langem schon umstritten. Angeblich ob seiner Arroganz und Besserwisserei, behaupten böse Zungen.

Seit Monaten wollte das Thema ungeouteter Homos im Fußball in den deutschen Käseblättern nicht zünden. Ohne Bierhoff keine Lunte. Völlig irrelevant, uninteressant.

Inzwischen haben auch Spiegel & Co. die Thematik an die Oberfläche ihrer Berichterstattung gehoben. Dank ARD, dank Tatort, dank Bierhoff und dank seinem Interview mit der BILD nach Ausstrahlung der Tatort-Serie. In der Serie hieß es: “Die halbe Nationalmannschaft ist angeblich schwul, einschließlich Trainerstab.” Ein Tabu in der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalt? Eher ein Tabubruch für Bierhoff. Oliver Bierhoff daraufhin in der BILD: Dies sei ein Angriff auf die Familien der Nationalelf.

Ein Angriff auf die Familien. Das klingt ein wenig als hätten die homosexuellen und vereinten Nationen in einem Manöver die Familien der heterosexuellen Nationalelfkollegen mit Kampfjets verletzt. Tatort war aber nur die Mattscheibe. Der Einflussbereich der Homosexuellen hat sich hierbei kaum geändert. Denn auf der Mattscheibe werden weiterhin täglich Homosexuelle vorgeführt. Würde der Bierhoff sich mehr Beispiel an den Homos nehmen, hätte er gelernt entspannt zu bleiben.

Das er eine grobe Haut hat, dafür kann Guido Westerwelle (FDP) so wenig wie für seine sexuelle Orientierung. Das Westerwelle nun über die Ausrichtung seiner Sexualität stürzen soll, mag man ihm gar nicht gönnen. Das berichtet die WAZ auf ihrem online-Portal derWesten. Verzeiht der deutsche Spießer nur den erfolgreichen Schwulen ihre Neigung oder was hat das bürgerliche Stilempfinden verletzt, dass Westerwelle auf Liebesentzug gesetzt wird, fragt der Kommentator. Letztlich bezieht man sich auf einen Beitrag des Literaturkritikers Fritz J. Raddatz für das Magazin Focus. Der schreibt aber auch, man kann es erschnuppern, beweisen kann man es nicht.

Die taz schreibt einen Tag später vom Schwulen Sinkflug des FDP-Vorsitzenden. Doch ist taz-Autor Elmar Kraushaar weniger der Ansicht, es sei die Homosexualität Westerwelles die ihn stürzen ließe, als eher sein Mangel an Glaubwürdigkeit. Der ehemalige Hamburger Bürgermeister von Beust und sein Berliner Amtskollege Wowereit hätten ihm was voraus gehabt. Mag sein. Ein ehrlicher authentischer Schwuler sei er nie gewesen. Vielleicht. Gays against Guido, von einem Berliner Künstler initiiert, sei in der Metropole ein Erfolg gewesen und gleichermaßen ein Zeugnis – wenn selbst seine Brüder ihn ablehnten. Ach Gott. Sind wir Menschen nicht alle ein bisschen diffamierend?

Im Rückblick wissen es jetzt viele, nicht etwa weshalb Guido diesen unglaublichen Aufstieg der FDP hinlegte, Erfolg hatte, sondern warum der nun abbrach. Was interessiert mich eigentlich Guido Westerwelle und die Menschen die über ihn reden?

Markus Schreyl ist schwul.

Ganz Deutschland interessiert sich dafür, wohinein ein Mann namens Markus Schreyl seinen Schwanz steckt. Ganz Deutschland? Ja, jedermann. Eine Kollegin hat die Erkenntnis gerade ganz aufgebracht und so musste sie es in den Büroraum schreien.

Wenn in Deutschland Boulevard-Medien und die Presse generell Outings von homosexuellen A- bis C-Promis verfolgen, kommt das charakteristisch einer Fahndung nahe. Über den Tarnkappen-Moderator Schreyl haben in Deutschland inzwischen alle berichtet. Wahrscheinlich weil er so homo ist.

Der Tischnachbar meiner Kollegin, knapp vor 50, grau und bieder, im Großraumbüro, spitzt seine Stimme an und reagiert als fahre er mit Markus Schreyl täglich mit dem ICE zur Arbeit. Der Schreyl scheint ihm bisher nichts davon erzählt zu haben, dass er wie Alfred Biolek, Karl Lagerfeld, Patrick Lindner oder Sigfried & Roy auf Schwänze steht …

Nein?! Echt?!

Ein Mann der schwul ist? Ist Markus Schreyl schwul? Der Promisalat überfordert den Kollegen, aber nur synthetisch. Dieser Kollege schaltet sich immer dann ein, wenn er nichts zu sagen hat und die Frauen im Büro sich über den cross-medialen Gossip ereifern. Seine Attitüde in diesem Schauspiel ist künstlich. Ich bezweifele ernsthaft das er Markus Schreyl kennt. Er ist bekannt für seine ausgedehnt banalen Kundentelefonate über Fußball und die jährlichen Highlights der IAA. Und für seine verdammt guten Umsätze.

Ja, das steht hier!

… erwidert die Kollegin in beweishaftem Ton und Blick auf die Telenovellen-Quelle, ihren Monitor. Ich werde durch die Unruhe dieses Hüherstalls herausgerissen aus einem dienstnahen Gedanken. Bekomme wohl darum und weil man die vermeintliche Homosexualität eines womöglich unwichtigen Moderators – den ich nicht zur EVERYDAY SEXUAL MADNESS zählen würde – zum Anlass nimmt, alles aus der Hand fallen zu lassen, ad hoc schlechte Laune. Was kann denn der arme Mann dafür? Ich weiß, um ehrlich zu sein, zu diesem Zeitpunkt gar nicht wer Markus Schreyl ist. Aber das habe ich wohl laut Yellow-Press-Erkenntnissen mit den Passanten auf unseren Straßen gemein – Schreyl ist durch die größten Talkshows spaziert doch seinen Namen kennt kaum einer. 

Ja, wer hätte das gedacht, …

bringt die Kollegin, repräsentativ eine Teamleiterin, ihre Feststellung mit Worthülsen in die Verlängerung. Wen das interessiert, frage ich mich und würde gerne in ihr Ohr stöhnen oder ein Q-Tip hineinstoßen.

Gibt es doch gar nicht, …

… wundert sich der graue Kollege zum zweiten Mal. Er ist Familienvater, seine Karriere stagnierend. Account Manager. Ich werde ihm gleich den Link zu den East Village Boys senden oder zum Butt Magazine. Er ahnt die Möglichkeit sich einzubringen und das Vauenrad aufzustellen und so beginnt er zu fachsimpeln:

Die Anne Will ist ja auch lesbisch.

ACH?!, denke ich … und Martina Navratilova, Annie Leibowitz, Sinead O’Connor, Jody Foster, Rosa von Praunheim, Amelle Mauresmo, Hella von Sinnen, Melissa Etheridge oder Smantha Fox sind die nicht alle homo? Und was ist daran jetzt neu?

Die Teamleiterin schießt den hysterischen Vogel ab:

Ich weiß gar nicht was das alles immer noch diskutiert wird in den Medien.

Weil Kartoffeln wie Du sich darüber immer noch erschrecken, denke ich. Aber ich bin nicht Maßstab in diesem Büro. Ich hasse für den Moment diese handvoll Menschen. Was genauso übertrieben scheint wie deren Gerede.

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Eastvillageboys.com ist ein New Yorker Weblog-Magazin, gegründet 2008, deren selbst ernannter Auftrag es ist, fern des Mainstreams über die schwule Kultur Bericht zu erstatten. Die East Village Boys unternehmen demnach das Gegenteil dessen, was das Out Magazine darstellt: The World’s Leading Gay Fashion & Lifestyle Brand. Es erinnert eher an das Amsterdamer Butt Magazine von Gert Jonkers und Jop van Bennekom.

Eastvillageboys.com berichtet über Fotografie, Künstler, Musiker, Performer, Fashion-Designer, Schriftsteller aber auch über Geschichte und Politik. Bei den East Village Boys nennt man die Homo-Kultur kurzum Cock Culture. Dementsprechend gibt es Mann zu sehen. Aber auch außerordentlich viel Text. Das Projekt ist ein ambitioniertes. Der Weblog wäre das gefundene Fressen für die Gedanken einer Gabriele Kuby.

UPDATE: Inzwischen ist Eurogay ein Online-Shop. Da weiß man was man hat. Ursprünglich war es ein Portal für Homos. Das hat keinen so richtig interessiert. Darauf bezog sich einst der Beitrag. 

UPDATE II: Eurogay ist vom Netz. Kein Erotikartikelportal mehr. Die einstige Adresse des selbsternannten Flagschiffes verweist nun auf Anderes.

[THE DERAILMENT: Aktuelle Beiträge und "Gay"-Links am Ende dieser Website.]

BEITRAG VOM 02. Januar 2011:

Der Titel klingt wie Träne auf Presspappe: Eurogay. Aber wahrscheinlich ist es leichter eine Seite mit einem bescheuerten Titel für die Suchmaschine zu optimieren als einen guten Titel (und ein gutes Webprojekt) vernünftig zu promoten. Weshalb wir erst die Schlechten finden. Was Eurogay will, das schreibt Eurogay nicht – kein About, keine Philosophie. Das passt. Nur der Hinweis das man einer Kooperation mit dem PRINZ entspringt. Passt auch.

Eurogay, man möchte meinen, dieser Titel erhebe den Anspruch einer Dachmarke für schwule Communities in Europa. Ich möchte meinen, auch weil ich in der Laune dazu bin, dass mir Eurogay schon als Name für ein Schwulen-Portal höchstgradig unsympathisch erscheint. Nicht ob der wohlmöglichen Erhebung eines solchen Anspruchs sondern ob zweier Tatsachen: 1) dass man mich als Leser bei einem solch cosmopolitischen Titel mit so schnöden Kategorien wie Home, Chat, Community, Entertainment, Erotik und Shop anschmiert. Die Aussagen der Inhalte: Schwule hören Schlager. Schwule wollen Live-Cam-Chats, sie wollen ihren Marktwert testen, sich gegenseitig diffamieren indem sie Profile bewerten, sich in Foren Daten etc. Beim Boy der Woche führt ein Link direkt auf eine tote Seite namens boys.fitfuckers.de. Merkwürdig das Parship, Telekom, wüstenrot, rororo-Verlag und andere hier dennoch Anzeigen schalten. Eine schwule Website zu betreiben und offensichtlich mit anspruchslosen Mist noch Taschengeld einzuheimsen ist nicht so schwer, werter Leser.

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Die zweite Tatsache die mich an dieser Seite nervt und unsympathisch auf mich wirkt, ist, dass man mit Klischees schleudert und einfach billig wirkt. Ich lebe schwul, ich geh auch feiern, ich kenne ein paar schwule Jungs die richtig auf die Kacke hauen und ein paar die sich nicht trauen zu sagen wer sie sind und was sie lieben. Aber wir sind keinesfalls so arm wie wir manchmal verköstigt werden. Und wir sind das was wir essen. Essen im übertragenen Sinne. In Wahrheit gehe ich davon aus, dass die einstigen Betreiber der Website nur vergessen haben dieselbe zu löschen.

More links at the bottom of our website!

Das BUTT Magazin ist ein Magazin für und über homosexuelle Männer – The community for international homosexuals. Rosa Printkultur im A5-Format seit 2001 verdienter Maßen Flagschiff einer homoerotischen Subkultur. Angeblich verarbeitet das Magazin Anleihen an eine schwule Porno-Ästhetik der 70er-Jahre. Das niederländische BUTT Magazin ist heute Teil der Hausbeilage in den American Apparel-Shops rund um den Globus. Darum hat es wohl seinen Weg hinaus aus der gay community in eine weniger spitze Zielgruppe geschafft. Und weil das Heftchen keine wertkonservative Scharm zeigt, Männerfleisch doppelseitig in Gottes Schönheit abzulichten. Und weil es die Menschen beleuchtet und nicht das was Menschen verkaufen wollen. Authentizitätspunkt Nr. eins. Herzlichen Glückwunsch Butt! (weiter unter dem Bild)

Dabei ist BUTT nichts mehr als völlig real-ästhetische Pornografie im Alltagsdesign, schlicht und unkompliziert. Darüber, über die Einfachheit der nackten Darstellung oder ihrem faktischen Vorhandensein, dem einfachen Zugang via Fashion-Shop, entsetzten sich bereits amerikanische Mütter. Pornografie für Kinder frei zugänglich im prüden aufgeklärten Westen? Der hat sich mit der Abbildung von Wahrheit seit jeher schwer getan, der Westen. BUTT besitzt eine Kunstfertigkeit abzubilden. BUTT ist ein Kunstmagazin. Nur die East Village Boys mögen dem Butt Magazine künstlerisch das Wasser reichen.

Das rosa Blatt erinnert mich an unschuldiges Jugend-Löschpapier. Mit der Farbe assoziiere ich Lösungskompetenz im Krisenmanagement. Die Wiederherstellung von Frieden. Die Löschung von Konfliktsituationen des Lebens das einem widerfährt.

WATCH THIS: There's No Business Like Show Business On THE DERAILMENT!

BUTT wird herausgegeben vom Amsterdamer Mode- und Lifestyle-Journalisten Gert Jonkers und dem Grafik-Designer Jop van Bennekom. Das Magazin erzeugt zwischen den sonst technisch einwandfreien, vielleicht deshalb leider oft austauschbaren Hochglanzmagazinen durch recht unprätentiöse, ranzige, teils alberne Bilder auf eine Weise mehr Authentizität als die glänzenden KollegInnen.

Punkt Nr. zwei: Das erzeugt – zumindest bei mir – tiefe Sympathien. Bei seinen Werbekunden offensichtlich auch. Marc Jacobs, Dior und Co. gehören demnach zu den temporären Finanzgebern des schwulen Pornoheftes.

Aber nicht die Bilder – die einem sofort in den Kopf schießen – sondern die Inhalte erfüllen den Anspruch unterhalten zu werden. Ausführlich wird Bericht erstattet. Vielleicht weil das Magazin nur 3-4 mal jährlich erscheint, kann man Inhalt zu dieser Qualität und Vielfalt verdichten.

Eine gute Beschreibung lieferte schon die De:Bug.

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